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WebSphere - Ein Überblick

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Überblick

Die IBM-WebSphere Produktfamilie bietet für die verschiedenen Anforderungen im „e-business“ eine Reihe von skalierbaren Produkten an. WebSphere-Produkte sind seit vielen Jahren auf dem Markt, in den meisten Bereichen mittlerweile Marktführer [1](Application Servers, Integration Brokers, Portals, Message-Oriented Middleware, Application Platform Suites Composite Market, Transaction Processing Monitors und Total Market).

Als Grundlagentechnologie setzen diese Produkte auf Industriestandards wie Java (J2EE), XML und WebServices sowie auf Plattformunabhängigkeit. Alle Produkte sind grundsätzlich „offen“ konstruiert, so dass eine Integration mit bestehenden Produkten anderer Hersteller (auch anderer Technologien) möglich ist. Über die standardisierten Schnittstellen wie „WebServices“ können verschiedene Anwendungen (auch verschiedener Implementierungsformen, z.B. .NET) integriert werden, durch die verschiedenen Datenbankschnittstellen (Oracle, MS SQL-Server etc.) werden auch andere Datenbanken als die IBM DB/2 unterstützt. Die Betriebssystemplattform ist grundsätzlich „egal“, von Windows-Servern über Linux, AIX bis zur AS/400 ist alles einsetzbar. Durch den modularen Aufbau können die einzelnen Komponenten leicht miteinander - und mit Drittkomponenten - kombiniert werden.

Auf dieser (etwas längeren) Webseite versuchen wir, das komplexe Thema WebSphere nicht in der typischen IBM-Marketing-Sprache sonder mit eigenen Worten zu erläutern und Ihnen näher zu bringen:


Die 3 WebSphere Bereiche

IBM sieht im Bereich „e-business“ drei wesentliche Bereiche: Die Applikationsentwicklung und Laufzeitumgebung auf verschiedenen Plattformen und Datenbanken, die Präsentation der Anwendungen über ein Portal allen an einem Geschäft Beteiligten sowie die Integration verschiedener Geschäftsprozesse unterhalb dieses Portals:

Daher gliedert sich die IBM-WebSphere-Produktfamilie in drei Bereiche:

  • Foundation & Tools: Hier sind die Entwicklungs- und Laufzeitprodukte (WebSphere Studio und WebSphere Application Server) angesiedelt. Die Skalierbarkeit beginnt bei der Verwendung von Open-Source-Produkten wie „Eclipse“ (die WebSphere- Entwicklungsumgebung als OpenSource-Variante) und WebSphere-Server Express (Single-Host) bis zur Enterprise-Entwicklungsumgebung mit unzähligen „Wizards“ und Connectoren zu Datenbanken, Java-Frameworks etc. und den WebSphere Application-Server Enterprise mit der Verwendung von Clustern, Load-Balancing etc.
  • Business Portals: Mit dem WebSphere-Portal-Server wird eine (skalierbare) Lösung angeboten, um professionelle Portallösungen zu schaffen. Mit einer standardisierten Schnittstelle, den „Portlets“ stehen mehrere hundert Integrations-Schnittstellen zur Verfügung um z.B. SAP-Anwendungen, Lotus-Datenbanken und Notes-Server, WebServices-Anwendungen etc. zu integrieren. Die Skalierbarkeit reicht von Intranets und einem „user-based-prizing“ und geht bis Extranets und „processor-based-pricing“. Weiterhin werden „WebSphere Commerce-Server“ angeboten, die vollständige Shops etc. darstellen. Auch hier sehen die Marktforscher von Gartner Dataquest IBM WebSphere als die Nummer 1 mit 13% Marktanteil in einem Markt, der noch zwei Jahre zuvor im Entstehen war.
  • Im Kapitel Business Integration sind eine Reihe von Produkten untergebracht, die das Thema „Integration“ vollständig abdecken. Das Leistungsspektrum reicht von Anwendungsintegration (Enterprise Application Integration) über Geschäftsprozessmanagement (Business Process Management) bis hin zu geschäftsübergreifenden Integrationslösungen. WebSphere Business Integration Modeler and Monitor erlaubt darüber hinaus die Modellierung, Simulation, Analyse und das Managen von Geschäftsprozessen. IBM verfügt heute über das breiteste Produktangebot für Integrationstechnologien am Markt. Gartner Dataquest ermittelte für 2002 IBM WebSphere Business Integration als führend bei Integrationslösungen mit einem Wachstum in drei aufeinanderfolgenden Jahren. Im ersten Quartal 2003 stieg der Marktanteil der WebSphere Integrationslösungen um 18% gegen den weltweiten Trend.

Mit den anderen Produktlinien DB2, Lotus, Tivoli und Rational bietet IBM eine umfassende und ausgereifte Produktlinie für das gesamte Middleware-Spektrum an. So wird z.B. der DB2 Content-Manager problemlos gegen FileNet, IXOS und andere Archivierungssoftware positioniert, die aktuelle Version der Datenbank DB2 8.2 wird gegen Oracle positioniert, und Rational ist DER Hersteller von Entwicklungstools, die alle Prozesse in der Entwicklung (von UML über Team-Entwicklungsfunktionen und Teststools mit Dokumentation und Config-Management bis zum Change-Management) abbilden.

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Offene Plattformen

Auch im WebSphere-Bereich setzt die WebSphere-Produktfamilie durchgängig auf offene Plattformen: Angefangen beim Betriebssystem (Linux), der Laufzeitumgebung (Java-Applicationserver und Webserver) über die Integrations-Techniken (Web-Services) bis zur Entwicklungsumgebung (Eclipse) sind im Prinzip ALLE notwendigen Tools und Techniken frei verfügbar:

Daneben werden eine Reihe von marktüblichen Betriebssystemen unterstützt, bestimmte Java-Standard-Frameworks (wie STRUTS) sind in die Entwicklungsumgebung integriert. Für die komplette WebSphere Produktfamilie gibt es jeweils PlugIns für die Entwicklungsumgebung „WebSphere Studio“, so dass mit einer einzigen Entwicklungsumgebung sowohl das gesamte Spektrum an Entwicklungs-Anforderungen als auch der komplette Entwicklungsprozess abgebildet ist:

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Marktplazierung

Die Strategie der IBM im Bereich „Middlerware“ ist offen und klar: In diesen Bereichen mit den besten Produkten Marktführer werden (im den meisten Bereichen bereits erreicht) und massive Unterstützung der Partner und Kunden bei der Entwicklung von Kundenlösungen auf Basis dieser Produkte. Im Gegensatz zu anderen Herstellern verfolgt IBM seit Jahren diese Strategie klar und verlässlich, die verwendete offene Grundlagentechnologie (Java, XML, WebServices etc.) sowie die Plattformunabhängigkeit sind ein Hinweis darauf. IBM steht nicht im Wettbewerb bei der Applikationsentwicklung mit dem Markt, sondern unterstützt die „ISV’s“ massiv, daher ist auch die Unterstützung in der Projektarbeit sehr gut. Mit mehr als 50.000 Kunden und über 9.000 Partnern ist WebSphere die am schnellsten wachsende Java-Anwendungsserverplattform am Markt.

Sowohl in den Untersuchungen hinsichtlich der Funktionalitäten als auch in den Verkaufszahlen ist IBM mit der WebSphere Produktfamilie mittlerweile Marktführer, selbst BEA wurde überholt. Im Mai 2003 erklärte die Gartner Group in einer Studie IBM zum Marktführer im gesamten Bereich Application Integration Middleware - mit 37 Prozent Marktanteil im Sektor Application Server, 13,5 Prozent im Portale-Markt und 20 Prozent in der Kategorie Anwendungsplattformen. Auch der IDC Market Share Report für 2002 bestätigt IBM als Marktführer im Application Deployment Platform (ADP) Markt.

Die führende Position im technologischen Bereich spiegelt sich auch in den Beurteilungen der Magical Quardants der Gartner Group. Dabei bewertet Gartner die Anbieter nach den Kriterien "Ability to execute" und "Visionary".In allen wichtigen Bereichen - Application Integration, Application Server, Horizontal Portal, Integration Broker, Web Services, Java Tools, und Commerce - ist IBM WebSphere im "Leadership Quadrant":

 

Application Integration

Horizontal Application Server

 
   

 

Horizontal Portal Product

 

Application Platform Suite

   
Es gibt noch zahlreiche Quellen, welche die Marktführerschaft auch auf Jahre hin der IBM-Strategie mit ihrer WebSphere Produktpalette nachweisen, die hier aus Platzmangel aber weggelassen wurden. Zum Portalserver sei angemerkt: „Die Butler Group kommt zu der Auffassung, dass IBM unter allen derzeitigen Anbietern von Unternehmensportalen die klarste Marketingbotschaft hat und die eindeutigste Strategie verfolgt. Die Butler Group empfiehlt Unternehmen daher unbedingt...dieses Angebot in die engere Wahl einzubeziehen[2]."


Anwendungsgebiete im Abrechnungssystem-Umfeld

Bei der Betrachtung der IT-Anforderungen eines typischen Abrechnungssystem-Betreibers in Verbindung mit der WebSphere Produktpalette fallen eine Reihe von Anforderungen auf, die optimal durch bestimmte Komponenten der WebSphere-Familie abgebildet werden können (und im  billing on demand-Framework auch abgebildet sind). Investitionsschutz ist gerade im Hinblick auf die langfristige Laufzeit der Anwendungen und die nicht exakt planbaren Anforderungen ein wichtiges Entscheidungskriterium, das mit den WebSphere-Produkte durch ihre Vielfalt, hohe Integrierbarkeit, Skalierbarkeit und Ausgereiftheit sichergestellt werden kann.

Folgende Anforderungen und deren mögliche Umsetzung gibt es:

  • Portal: Ein Abrechnungssystem ist in der Regel ein System von vielen in einer typischen Umgebung. Rund um ein Abrechnungssystem sind andere IT-Systeme, die Teile eines Geschäftsprozesses abbilden. Um alle Informationen zu einem Geschäftsobjekt schnell sehen und bearbeiten zu können ist ein Portal die ideale Integrationsplattform. Neben vielen Vorteilen eines Mitarbeiterportals (siehe auch hier...) und der Integration von z.B. weit verbreiteten Lotus-Plattformen sind spezielle Gruppenbereiche und Lotus-Komponenten wie Quicktime integrierbar. Weiterhin können durch die sicherheitstechnischen Eigenschaften auch externe Portal-Benutzer integriert werden, es sind keine besonderen Sicherheitsmaßnahmen erforderlich.
  • Applikationsentwicklung: Entwicklungen für Web-basierte Benutzerschnittstellen können vollständig mit WebSphere-Studio und dem WebSphere Application-Server erfolgen. Die Entwicklungszeiten sind vergleichbar mit .NET, die robustere Java-Plattform und die höhere Reife der WebSphere-Produkte tragen zur planbareren Entwicklung bei. Weiterhin ist durch die Plattformunabhängigkeit keine Entscheidung auf Jahrzehnte auf eine bestimmte Plattform nötig.
  • Integration: Eine typische Systemwelt ist verteilt und zum Teil heterogen. Zum Teil müssen Daten mit „eigenen“ Systemen, zum Teil mit fremden Systemen ausgetauscht werden. Über Komponenten wie „WebSphere MQ“ kann der Datenaustausch z.B. mit dem Abrechnungssystem deutlich verbessert werden (kürzere Austauschzyklen, höhere Funktionalitäten, weniger Programmieraufwand). Dies ist auf lange Sicht gesehen eine sinnvollere Form der Integration als weit verbreitete „harte“ Formen des Datenaustauschs.

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WebSphere und .Net

Sowohl Microsoft als auch IBM fördern sehr stark die Technologie der “Web Services”. Diese Form der Schnittstelle zwischen Applikationen ist grundsätzlich unabhängig von der verwendeten Technologie (J2EE oder .NET) und der Server-Infrastruktur (WebSphere Aplication-Server oder IIS). Microsoft und IBM haben diese Interoperabilität auch öffentlich demonstriert (auf der „Web Services Konferenz“ in Boston, August 2002) und bewiesen, dass beide „Welten“ sich problemlos verbinden und integrieren lassen. So lassen sich aus WebSphere-Anwendungen heraus .NET-Services aufrufen und umgekehrt.

Technologische Unterschiede

Die wesentlichen Unterschiede in der Technologie sind in der Strategie der Unternehmen IBM und Microsoft bedingt: Während Microsoft eine Bindung an Microsoft-Produkte wünscht, sieht IBM den Markt in einer offenen Plattform. Daraus resultiert:

  • Programmiersprache: Während Java mittlerweile zu einem Industrie-Standard gereift ist und auf allen Plattformen läuft, setzt Microsoft (nach verschiedenen Anläufen, auch ein „Microsoft-Java“ auf den Martk zu bringen) auf eine eigene, neue und proprietäre Programmiersprache „C#“ und VB.NET. Während .NET seit wenigen Jahren auf dem Markt ist, gibt es WebSphere schon seit über 5 Jahren, mithin ein zeitlicher Vorsprung, der sich in der Reife und im Umfang der Programmiersprache, Entwicklungsumgebung und Laufzeitumgebung widerspiegelt.
  • Sicherheit: Ein großer Schwachpunkt (neben der Proprietarität) der Microsoft-Welt ist das Thema Sicherheit. 1999 hat Microsoft 60 Sicherheitspatches für ihre Produkte veröffentlicht, 2000 waren es 100 und 2002 weit über 100. Mit Microsoft-Software werden 30% aller weltweiten Webseiten gefahren, und 62% davon wurden mindestens einmal „gehackt[3]“. Gartner rät Unternehmen, „unverzüglich Alternativen zum IIS zu untersuchen, inklusive Umzug von Web-Applikationen auf Web-Application-Server anderer Hersteller[4]“.
  • Reife: Da .NET erst seit zwei Jahren auf dem Markt ist, kann naturgemäß von der .NET-Funktionalität (Entwicklung und Laufzeit) nicht der gleiche Reifegrad, Umfang und Stabilität erwartet werden wie von der aktuell führenden J2EE- Entwicklungs- und Laufzeitumgebung WebSphere.

Marktpositionionierung

Microsoft ist unangefochtener Marktführer im Client-Software Bereich und in Betriebssystemen für kleine und mittlere Server, IBM unbestrittener Marktführer im Middleware-Bereich. Seit Jahren ist Microsoft sehr stark im Bereich Server-Anwendungen (SQL-Server, Exchange, IIS) und nun auch im Application-Server Umfeld.

Die Produktlinien beider Unternehmen sind auf einem hohen technologischen Stand, die Marktmacht zur Weiterentwicklung und zur Marktdurchdringung ist ebenfalls gegeben. Von den vielen Anbietern im diesem Umfeld sind Microsoft und IBM die letzten, von denen eine Gefahr aufgrund von Einstellung der Produktlinien ausgeht, wenngleich der Upgrade-Aufwand von Version zu Version bei Microsoft höher ist.

Abgesehen von Unterschieden in der technischen Implementierung und dem Reifegrad der Komponenten entscheidet letztlich die Überzeugung von der jeweils verfolgten Strategie, für welche Produktlinie eine Entscheidung getroffen wird.


WebSphere-Produkte im Detail

In diesem Abschnitt werden kurz die Produkte “WebSphere Portal-Server”, “WebSphere Studio” und der “WebSphere Application-Server” vorgestellt, jedoch ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Ausführlichere Informationen hierüber können jederzeit zur Verfügung gestellt werden, insbesondere die Differenzierung der einzelnen Produkt-Skalierungen nach Features und die Berechnung von Lizenzgebühren.

WebSphere Portal-Server

Portal-Anwendungen sind aktuell im Fokus der Industrie, da hier eine hohe Integration aller an Geschäftsprozessen Beteiligten (Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter, Partner etc.) erfolgen kann. Wesentliche Merkmale eines Portals sind:

  • Der Datenzugriff: Unterschiedlichste Daten sollen präsentiert und bearbeitet werden können. Neben Datenbanken sind dies z.B. auch Dokumentendatenbanken, email-Postfächer, Kontaktinformationen, News, etc. Hierzu sind entsprechende Interfaces notwendig.
  • Die Portal-Dienste: Sowohl zur Konfiguration als auch zur Benutzung des Portals sind unterschiedlichste Dienste notwendig: Die Personalisierung ist aus Benutzersicht und aus Sicherheitsaspekten ein wichtiger Punkt, weiterhin die aktive Bearbeitung von Inhalten (Dokumentenaustausch und –Bearbeitung) und das Suchen und Finden von Informationen (sowohl unstrukturierte als auch Datenbankinhalte). Der wichtigste Aspekt dürfte die Integration von Applikationen sein: Viele Web-Applikationen sollen über diesen Zugang (dies erfordert auch einen „Single Sign On“) verwendet werden können. Dies erfordert entsprechende Tools, um Applikationen schnell in eine Portalanwendung integrieren zu können. Der Portal-Gedanke bedeutet, dass ALLE Anforderungen eines Portalbenutzers in diesem Portal abgebildet werden können.
  • Präsentation: Der Zugriff auf das Portal erfolgt primär über das Web und muss entsprechend komfortabel gestaltet und personalisiert (Benutzergruppen und Benutzer bezogen) werden können. Weitere Portal-Zugänge wie über PDA sollten möglich sein.
  • Sicherheit: Durch den offenen Zugang zu einem Unternehmensportal muss die Portalanwendung selbst entsprechend sicher gestaltet werden können und in einer sicheren Umgebung laufen können.
  • Administration: Ein Portal verlangt nach stetiger Erweiterung und Änderung (neue Benutzer, neue Anwendungen), dies muss einfach und schnell administrierbar sein.

Meinungen zum WebSphere Portal-Server: 

„IBM nimmt im Portalmarkt unbestritten eine Führungsposition ein, sowohl hinsichtlich des Marktanteils als auch in Bezug auf die Breite des Produktangebotes... Es überrascht nicht, dass IBM führend in der Integration von Kollaborationsfunktionen in Portale ist - einer Strategie, die im Konzept der Dynamic Workplaces aufgeht. Natürlich ist IBM hierzu dank seiner Lotus-Expertise und den Lotus-Produkten in der Lage, die in praktisch allen Bereichen der elektronischen Zusammenarbeit in der Industrie Maßstäbe setzen."[5].

„Die Butler Group kommt zu der Auffassung, dass IBM unter allen derzeitigen Anbietern von Unternehmensportalen die klarste Marketingbotschaft hat und die eindeutigste Strategie verfolgt. Die Butler Group empfiehlt Unternehmen daher unbedingt...dieses Angebot in die engere Wahl einzubeziehen[6]."

"WebSphere Portal ist die höchstentwickelte Unternehmensportallösung, die wir bisher untersucht haben. IBM bietet unserer Auffassung nach die vielfältigste und leistungsfähigste Unternehmensportallösung des Marktes an[7]."

Skalierung in der Portal-Familie

Je nach Anforderung gibt es vier verschiedene Portal-Produkte:

Mit der Portal-Express Version sind in der Regel die meisten Intranet-Unternehmensportale abbildbar. Wenn zusätzlich die „Collaboration“-Features gewünscht werden, ist die Portal-Express-Plus Lösung geeignet. Wenn das Portal auf einem Server-Cluster laufen soll und ein vollständiges Content-Management gewünscht wird, greift die Portal-Enable-Lösung, in der High-End Lösung Portal Extend ist noch eine ausgefeilte Suchmaschine und ein Analysetool dabei.

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Anwendungsbeispiele und Konfiguration

Die meisten Portal-Installationen sind in unternehmens-internen Netzen zu finden, jedoch gibt es auch einige beeindruckende Installationen im Internet:

Beispiel einer Portal-Startseite:

Ein Portal gliedert sich in “Bereiche”, und pro Bereich in “Portlets”. In diesem Beispiel sind als Bereich eine „Welcome“-Seite, eine Seite mit den Portal-Anwendungen für die tägliche Arbeit, für die privaten Finanzen und ein Newsroom definiert.

Pro Bereich werden auf einer Seite je nach Design-Vorgabe in 1-3 Spalten Portlets definiert. Jedes Portlet steht für eine Anwendung und kann als kleines Sub-Fenster angesehen werden: Mit einer Überschrift und ein paar Buttons, um das Portlet zu verkleinern, zu konfigurieren, oder verschieben („Show Tools“):

Einfache Beispiele für die Integration bestehender Anwendungen ohne Implementierungsaufwand:

  • Exchange oder Notes-Postfach: Um z.B. im Portal die persönliche Mailbox zu sehen und bearbeiten zu können, sind nur wenige „Klicks“ im Administrator-Modus nötig, und schon steht der vollständige Zugriff auf Exchange oder die gesamte Lotus-Notes-Produktpalette zur Verfügung. Diese Ansicht ersetzt kein Outlook oder Lotus (wiewohl wesentliche Funktionen wie emails lesen, schreiben, Kalender etc. abgebildet sind), aber die Integration in das Portal macht es dem Anwender leichter, da er ja alle für ihn relevanten Informationen zentral einsehen will.  
  • Anwendungsintegration: Bestehende Web-Applikationen können entweder (ganz einfach) über Links integriert werden, über dafür vordefinierte Portlets oder über individuell erstellte Portlets. Über diese Portlets kann dann die Technik des „Single Signon“ verwendet werden. Weiterhin können Anwendungen, die WebServices zur Verfügung stellen, über entsprechende Portlets direkt eingebunden werden.
  • Dokument-Management und Search-Engine: Über ein eigenes Dokument-Management können Dokumente erstellt, bearbeitet und verteilt werden, für die verschiedenen Dokumentarten gibt es eigene Viewer und auch Editiermöglichkeiten. Mit der „Portal Search Engine Extended“ kann portalweit in Dokumenten, Notes-Datenbanken und anderen Datenbanken gesucht werden.
  • Datenbankzugriff: Mit einem eigenen Portlet zur Definition von Datenbankzugriffen können über die JDBC-Schnittstelle Datenbanken (Oracle, SQL-Server, DB/2 etc.) zugänglich gemacht werden. Einfache Abfragen oder Editiermöglichkeiten für Datenbanken sind so problemlos in das Portal integrierbar, ohne separate Programmierung.
  • Benutzerrechte: Die Vergabe der Benutzerrechte erfolgt zum einen je nach Ressourcen-Art, für die Berechtigungen vergeben werden soll, und pro Benutzergruppe bzw. einzelnem Benutzer. Auf diese Weise kann mit wenigen „Klicks“ eine Berechtigungsvergabe für Anwendungen oder z.B. die Berechtigung, über die „Show Tools“ ein Portlet zu verschieben, erfolgen. Weitere Themen sind "single signon" und die Abfrage der Login-Daten im Portal gegen ein LDAP-Verzeichnis (auch Active Directory)

Mit der Installation der Express-Version werden eine Reihe von Portlets installiert, insgesamt stehen auf den IBM-Webseiten (http://catalog.lotus.com/wps/portal/portalworkplace) über tausende Portlets zur Verfügung, einige hundert sind völlig kostenfrei. Die Entwicklung von Portlets erfolgt nach einem von IBM mit der OpenSource-Gemeinschaft definierten offenen Standard. Die WebSphere Studio Produktfamilie ist die Basis der IBM Anwendungsentwicklungstools. IBM WebSphere Studio unterstützt moderne Tooltechnologien und wurde speziell konzipiert, um eine hohe Interoperabilität und Integration mit anderen Werkzeugen zu erzielen und so den gesamten Entwicklungsprozess effizienter zu gestalten. Für jede Skalierung und alle Mitglieder der WebSphere-Produktfamilie gibt es entsprechende Erweiterungen für WebSphere Studio, so dass immer mit der gleichen Entwicklungsumgebung gearbeitet werden kann.

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Die IBM Entwicklungstools liegen ebenfalls im Konzept einer offenen Integrationsplattform. Unter dem Namen Eclipse steht die Entwicklungsumgebung auch als Open Source zur Verfügung. Die Plattform erlaubt die Verwendung gemeinsamer Services, Frameworks und zusätzlicher Erweiterungen (Plug-Ins) in einem Projekt. Das Projekt wird heute von einer unabhängigen Open-Source-Community mit mehr als 150 Softwareanbietern weiter vorangetrieben (www.eclipse.org).

WebSphere Studio bildet somit den Grundstein effizienter Java-Entwicklung mit professioneller Unterstützung der Java-Enterprise-Standards. Eine automatische Java-Codeerstellung reduziert Entwicklungszeiten und bindet weniger Programmierressourcen.

Mit WebSphere Studio ist der gesamte Entwicklungsprozess (Design, Entwicklung, Test, Deployment) einheitlich abgebildet, durch die Integration der Rational-Software können neben Design-Tools die bekannten Workflows (Config-Management, Change-Management, Freigaben, Releaseverwaltung, Source-Verwaltung etc.) in die Entwicklungsumgebung eingebunden werden.

Leistungsmerkmale (insgesamt):

  • Java, Java-Server-Page-Komponenten (JSP), HTML, DHTML, Serlvet, EJB, XML und Web Services
  • Erweiterte HTML-Funktionen und JSP-Editoren
  • Integrierter IBM WebSphere Application Server und Tomcat Jakarta Testumgebung mit JSP Debugger
  • Datenbankanschlussunterstützung
  • Fortschrittliche Bild- und Animationsbearbeitungswerkzeuge
  • Integrierte Java-Entwicklungsumgebung
  • Umfassende Visual XML Entwicklungsumgebung
  • Vollständige Web Services-Entwicklungsumgebung
  • Intuitive Benutzeroberfläche zum Erstellen von Webseiten mit HTML- und JSP-Elementen
  • Möglichkeiten zum Erstellen dynamischer Anwendungen mit Visual Basic, Javascript oder Java
  • Tools zur Optimierung der Anwendungsleistung
  • Möglichkeit, von überall her zu Testzwecken zuzugreifen
  • Produktivitätssteigerung durch Wizards, der Möglichkeit zur Codegenerierung und durch den Einsatz von Best Practices
  • Die Integration Edition ist für die Verwendung mit dem WebSphere Application Server Enterprise Edition ausgelegt. Sie erlaubt die Umsetzung einer Service orientierten Architektur, die Gestaltung von integriertem J2EE basiertem Workflow (WebSphere Process Choreographer) und umfassende Transaktionsmöglichkeiten.
  • Grafische Darstellung und Modellierung komplexer Websysteme
  • Unterstützt Teamzusammenarbeit durch plattformübergreifende und interaktive Möglichkeiten zum Test, zur Fehlerbehebung und zum Einsatz der Software
  • Unterstützung bei der Erstellung, Verwaltung und Verteilung von Inhalten für mobile Endgeräte
  • Eine große Bibliothek und Vorlagen, die den Einstieg erleichtern
  • Zusätzliche Werkzeuge zur problemlosen Erstellung von Animationen, Schaltflächen und Logos zu erstellen

Die „hohe“ Form des WebSphere-Application-Servers ist der „Edge Server“. Dieser erlaubt:

  • Dynamischer Lastenausgleich über mehrere Web Server und verteilte Standorte einschließlich internetbasierter Weiterleitung (Content-Based Routing = CBR) zur Servicedifferenzierung, abhängig von den eingehenden Anforderungen
  • Caching von Webinhalten
  • Überwachung von Webinhalten
  • Überwachung und Filterung nichtproduktiver bzw. unerwünschter URLs
  • Session-Sharing

Das Webinterface für unsere Abrechnungssysteme basiert aktuell auf dem WebSphere Application Server 5.0 in der Skalierung "Edge Server", die Entwicklung erfolgt mit dem WebSphere Application Developerr (WSAD) 5.0.

Enterprise Modernization

Unter dem Stichwort “Enterprise Modernization” sammelt die WebSphere Produktfamile eine Reihe von Tools, um die laufende Pflege, Optimierung und Integration von WebSphere-Anwendungen zu ermöglichen:

  • IBM WebSphere Studio Application Monitor (WSAM) ist dafür ausgelegt, über den gesamten Lebenszyklus einer Anwendung verwendet zu werden. WSAM erlaubt Anwendungsentwicklern und Testern, das aktuelle Verhalten von WebSphere Anwendungen zu beobachten, Probleme und Engpässe zu analysieren und diese in real-time zu lösen. WSAM erlaubt es den Ressourcen Verbrauch, die Anwendungs-Performance und die zukünftig benötigten Ressourcen zu prüfen. Ziel des WSAM ist den IT Personen zu helfen, Probleme bereits früh im Lifecycle zu erkennen und zu lösen.
    Funktionalitäten und Vorteile:
    • Zur Verwendung über den gesamten Lifecycle einer Anwedung ausgelegt: von der Entwicklung über Debugging, Testen bis zur Produktion
    • Erlaubt das Sichtbarmachen der Transaktionsflusses zwischen WebSphere Application Servern und der CICS Plattform (mit dem CICS Data Collector)
    • Ist mit dem WebSphere Studio Workload Simulator (WSWS) integriert: Daten können während einem Load-Test mit dem WebSphere Studio Workload Simulator ausgetauscht werden
    • Benötigt keine Änderungen an den Anwendungen selbst.

  • WebSphere Studio Workload Simulator (WSWS): Der WSWS hilft in Web-Umgebungen die Fähigkeiten der in der Produktion auftretenden Belastung zu simulieren und zu testen.
    Funktionalitäten und Vorteile:
    • Simuliert auch eine grosse Anzahl von virtuellen Nutzen und den dazugehörenden Web-Traffic
    • Erlaubt Qualitätsprüfern Tests über Belastung, Performance und die Kapazitätsplanung der Web-Umgebung
    • Belastungstest mit WSWS ist einfach: Test, Playback, Analyse. Resultate in Windows GUI oder Web Browser.
  • WebSphere Studio Asset Analyzer: Unterhalt und Erweiterung von bestehenden Anwendungen durch ein Verständnis der Anwendungen.
    Funktionalitäten und Vorteile:
    • Identifikation von Geschäftsprozessen durch Analysefunktionen
    • Analyse von MVS und verteilten Anwendungen und deren Beziehung in einer graphischen Darstellung.
    • Führt zu besseren, sichereren schnelleren Änderungen an bestehendem Code.
    • Analyse von J2EE Anwendungen.
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Der IBM WebSphere Application Server 5 bietet zusammen mit der Entwicklungsumgebung WebSphere Studio 5 eine auf Standards basierende Infrastruktur für Web-Applikationsentwicklung und Laufzeitumgebung an. Der Application-Server ist wie die gesamte WebSphere-Produktpalette plattformunabhängig und mittlerweile Marktführer. Durch unterschiedliche Skalierungen können einfache Anforderungen für interne Anwendungen bis hin zu Massendaten-Verarbeitung im Internet abgebildet werden (ebay hat WebSphere im Einsatz). Neben der „normalen“ Funktionalität der sicheren Ablaufumgebung mit Java entwickelte Web-Applikationen und der Integration der neuen Industriestandards wie SOAP, XML, Web-Services bietet der Applikationserver spezielle Funktionen für eine einfache Administration in der Laufzeitumgebung. Hierbei ist zu nennen:

  • Autonomic Computing Features: WebSphere hat selbstkonfigurierende Elemente, dies erleichtert die Administration indem das gesamte Programm oder spezifische Anwendungen sich selbst einstellen. Während des Betriebs können Problemmuster analysiert werden, die auf zukünftige Funktionsstörungen hinweisen, dadurch können Probleme in Echtzeit aufgespürt und zusätzliche Benachrichtigungsfunktionen eingestellt werden, die Informationen erfassen, wenn ein Problem erstmals auftritt. Weiterhin können ohne menschliche Intervention im laufenden Betrieb Komponenten repariert oder eine Anwendung neu gestartet beziehungsweise unterbrochen werden. Anwendungen oder Server Cluster können aktualisiert werden, ohne das System zu stoppen
  • Unterstützung neuester Web Services Standards – es wird die neue, auf aktuellen Standards und Innovationen basierende Web Services Technologie unterstützt. Version 5 ist zertifiziert für J2EE 1.3 und ist für J2EE 1.4 vorbereitet, indem WebSphere bereits die meisten Technologien, die in der zukünftigen Version von J2EE enthalten sein werden, unterstützt. Jede Anwendung innerhalb des Netzwerks kann als Web Services gestaltet werden, die wiederum zu neuen Anwendungen zusammengesetzt werden können. Mögliche Anwendungen sind zum Beispiel Macromedia ColdFusion Anwendungen, neue Java Anwendungen oder COBOL Assets. WebSphere unterstützt Web Services Innovation Framework (WSIF-)Technologie, mit der Web Services unabhängig vom Netzwerk und von Transport-Protokollen entwickelt werden können. Diese Technologie wurde von IBM für die Open Source Community entwickelt. Als Hochgeschwindigkeits-Web-Services-Technologie wurde „Axis 3.0“ von IBM für die Open Source Community entwickelt, die Web Services SOAP requests bis zu viermal schneller als bisher bearbeitet.
  • Einfache Integration von Datenbanken und anderen Softwareprodukten. Der WebSphere Application Server ist problemlos mit Datenbanken wie IBM DB2, Oracle oder dem MS SQL Server sowie mit führenden Softwareprodukten wie IBM WebSphere MQ, Tivoli und Lotus Domino einsetzbar. Zu den erweiterten Connectivity Features des Servers gehören die Unterstützung von J2EE, CORBA, Active-X und eine erweiterte Datenbankunterstützung.
  • Transaktions-Integration: Durch die konsequente Unterstützung offener Standards lassen sich Transaktionen und komplexe Integrationsprojekte schneller und effizienter meistern.
  • Erweiterte Adaptierbarkeit: Sowohl beim Einsatz in Single- als auch in Multi-Server-Konfigurationen sind Funktionen und Standards aus dem J2EE und dem Web Services Programming Model zur vereinfachten Anpassung an kundenindividuelle Systemlandschaften und Bedürfnisse verfügbar.

 

Skalierung

Die Skalierung des Application-Servers findet (grob) in drei Stufen statt, die interessantesten drei Varianten (Der Einstieg mit der „Express“-Version, der Standard und die Network-Deployment Version, auch „Edge“-Server) sind hier im Featurevergleich dargestellt:

1.Not supported on iSeries, 2.iSeries only, 3.Samples integrated with development tool for quick-start development

Die IBM WebSphere Produktpalette ist unbestritten eine der  vollständigsten, ausgereiftesten und technologisch führensten Plattformen im “e-business”-Bereich. Dies liegt zum einen an der Strategie der IBM, zum anderen auch an der langen Entwicklungszeit und an der Verwendung offener Standards. Die Verwendung ist durch die differenzierte Skalierung der einzelnen Produkte für jede Anforderung geeignet: Sensible Themen wie „Sicherheit“ und auch Skalierbarkeit sind durch die WebSphere Produkte abgedeckt, mit dem Portal-Server ist das geeignete Produkt für vom  unternehmensinternes Mitarbeiterportal bis hin zum Internet-Portal zur Integration von Kunden und Lieferanten vorhanden. Die Entwicklung ist aufgrund der ausgereiften Entwicklungsumgebung und dem Industriestandard Java in kürzester Zeit möglich, und die Integration verschiedener Datenbanken, Applikationen und Umgebungen problemlos möglich. Strategisch ist eine Produktpalette mit offenen Standards, klarer Strategie und Marktführerschaft eine sinnvolle Wahl.

 

[1] Gartner Group, “IBM Has Top Share in All Application, Middleware Markets,” Joanne Correia, Yefim Natis, Massimo Pezzini, Roy Schulte, May 7, 2003.

[2] Butler Group, Mike Davis: Enterprise Portals Technology Audit, April 2003.

[3] Nach einer Daten-Erhebung von Netcraft's Web Server Survey and the Alldas Defacement Archive.

[4]Gartner Group, "Nimda Worm Shows You Can’t Always Patch Fast Enough," John Pescatore, September 19, 2001.

[5] Patricia Seybold Group, David S. Marshak: "IBM WebSphere Portal: A Market, Functionality and Vision Leader", Februar 2003

[6] Butler Group, Mike Davis: Enterprise Portals Technology Audit, April 2003.

[7] Bloor Research, Philip Howard, 2002.


Schlussbetrachtung

Websphere Application Server Family

Entwicklungsumgebung “WebSphere Studio”

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